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Vielfalt in der Bildung – Schulen in freier Trägerschaft in Hessen

Schulen in freier Trägerschaft haben ihre rechtliche Garantie im Grundgesetz (Art. 7). Sie erfüllen nicht nur einen Teil des öffentlichen Bildungsauftrags, sondern sie prägen durch ihre pädagogische und strukturelle Vielfältigkeit ganz entscheidend die hessische Schullandschaft.

Es ist das Recht der Eltern, aus dem Angebot staatlicher und freier Träger diejenige Schule auszuwählen, die den eigenen pädagogischen, religiösen oder weltanschaulichen Vorstellungen entspricht. Dieses Recht würden mehr als 20 % aller Eltern wahrnehmen, wenn es genügend Schulen in freier Trägerschaft gäbe.

Freie Schulen sind innovativ

Schulen in freier Trägerschaft sind innovativ und geben durch ihre pädagogische Arbeit häufig auch Impulse für das staatliche Schulwesen. Das wird uns von Bildungsexperten und Politikern immer wieder bestätigt.
Die Schulen in freier Trägerschaft haben die unterschiedlichsten pädagogischen und weltanschaulichen Ausrichtungen. Die Bandbreite reicht von christlichen Schulen der verschiedenen Konfessionen, über Waldorfschulen, freie Alternativschulen, Montessori-Schulen bis zu Landerziehungsheimen. Ihre Schulformen decken alle Bereich ab: von der Grundschule über Gesamtschulen, Gymnasien, beruflichen Schulen bis hin zu Förderschulen. Viele Schulen sind schon seit langem als Ganztagsschulen organisiert. Auch hier waren sie frühe Vorreiter einer aktuellen Bewegung. Häufig sind sie als Gesamtschulen konzipiert. Sie bilden damit ebenfalls eine Zukunftsperspektive für das staatliche Schulwesen, wie die Diskussionen um die Problematik der Dreigliedrigkeit des staatlichen Schulwesens zeigt. Schulen in freier Trägerschaft gelingt es also besonders gut, Tradition und Wertebewusstsein mit den Anforderungen einer sich ständig wandelnden Gesellschaft zu verbinden.

Freie Schulen kümmern sich

Bei aller Unterschiedlichkeit ist den Schulen in freier Trägerschaft gemeinsam, dass bei ihnen die Kinder und Jugendlichen in ihrer jeweils individuellen Persönlichkeit Mittelpunkt aller pädagogischen Arbeit stehen. Deshalb zeichnen die Schulen in freier Trägerschaft sich auch in der Regel durch kleine, überschaubare Lerngruppen, individuelle Lern- und Förderkonzepte, reformpädagogische Programme und ein vielfältiges Fächerangebot aus, das den Neigungen der Schülerinnen und Schüler entspricht. Durch das besondere Engagement der Pädagogen erhält jeder Schüler eine hohe persönliche Zuwendung. Die Stärkung der Persönlichkeit, die Förderung sozialer Kompetenzen, die Erziehung zur Verantwortung gegenüber der Gesellschaft sind wesentliche Prinzipen.

Freie Schulen sind finanziell schlechter gestellt

Trotz der allgemeinen Anerkennung dieser Pädagogik sind die finanziellen Beihilfen des Staates unzureichend. Die Eltern der Schulen in freier Trägerschaft werden durch die Zahlung von Schulgeld über Gebühr belastet. Damit wird es ihnen erschwert, wenn nicht gar unmöglich gemacht, eine Schule zu wählen, die ihren Vorstellungen entspricht. Dass immer mehr Eltern dennoch einen eigenen Weg suchen, zeigen die Zuwachszahlen der Schulen freier Träger bundesweit. Seit 1992 haben sich die Schülerzahlen an den Schulen in freier Trägerschaft um nahezu 200.000 erhöht. Das entspricht einer Steigerung von über 43 %. Demgegenüber hat sich die Zahl der Schüler in staatlichen Schulen sogar verringert.

Die Bedingungen für die Gründung neuer und den Betrieb vorhandener freier Schulen müssen verbessert werden, damit alle Eltern, die das wünschen, sich ohne unzumutbare finanzielle Belastung für eine Schule in freier Trägerschaft entscheiden können.

Siehe hierzu auch dasPositionspapier Aufgaben und Ziele öffentlicher Schulen in freier Trägerschaft der AGFS auf Bundesebene.
Positionspapier AGFS vom 30.11.2016
AGFS-Positionspapier 30.11.2016.pdf
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